Bekämpfung: Behandlung gegen Varroatose
Kontrolle durchführen:
Varroaschieber oder Windel unter das Volk, abgefallene Milben auszählen.
Bis Mitte Juli:
Weniger als 5 Milben pro Tag; keine unmittelbare Gefahr für die Völker. Bei 10 und mehr Milben pro Tag; Volk sollte bald behandelt werden. Mehr als 30 Milben pro Tag; das Volk ist nicht mehr zu retten.
Oktober / November:
Mehr als 1 Milbe pro Tag; Nachbehandlung im Winter bei brutfreien Zustand der Völker.
Perizin
enthält Coumaphos, ein organischer Phosphosäureester. Er ist bei guter Bienenverträglichkeit gegen Varroa-Milben besonders wirksam. Coumaphos wird von den behandelten Bienen aufgenommen und gelangt über den Verdauungsapparat in den Kreislauf (Hämolymphe). Die saugenden Varroa-Milben nehmen den Wirkstoff mit der Hämolymphe auf und werden so abgetötet
Die Anwendung von Perizin nur bei Brutfreiheit (November, Dezember) der Völker erfolgen.
Dosierung
Zweimalige Anwendung im Abstand von sieben Tagen. Immer alle Völker eines Standes behandeln.
Oxalsäure (Kleesäure) ist eine der verbreitesten Pflanzensäuren. Sie ist
eine wasserlösliche organische Carbonsäure. Die bekanntesten Oxalsäureträger
sind Rhabarber, Spinat, Rote Rüben und Sellerie. Aber auch in Mangold,
Sauerklee, Sauerampfer, Grünkohl, Porree, in vielen Wurzeln und Pflanzenrinden,
Schokolade und Kakaobohnen ist Oxalsäure vorhanden.
Anwendung
Pro Volk werden je nach
Volksstärke 30 bis 50 ml einer Oxalsäurelösung aus Wasser, Zucker und Oxalsäure
(17,5 g Oxalsäuredihydrat in Zuckerwasser 1:1, 500 ml Endvolumen) mit Hilfe
eines Dosiergerätes (z. B. Spritze) in die bienenbesetzten Wabengassen
geträufelt. Die Dosierung liegt bei 5 – 6 ml pro Wabengasse, dies entspricht
- 30 ml für ein kleines Volk (weniger als eine Zarge)
- 50 ml für ein starkes Volk (mehr als eine Zarge).
Die Behandlung mit Oxalsäure erfolgt einmalig im Spätherbst. Die Außentemperatur
sollte beim Träufeln über 5 °C betragen. Es darf keine Brut vorhanden sein.
Warnhinweise
Beim Arbeiten mit Oxalsäure säurefeste Handschuhe und Schutzbrille tragen.
Ameisensäure (Methansäure) ist eine farblose, klare Flüssigkeit mit stechendem Geruch. Aufgrund ihrer starken Polarität lässt sich die Säure gut in Wasser lösen. Sie ist eine starke Carbonsäure und kann unedle Metalle wie Eisen, Zink und Magnesium lösen, dabei bildet sich Wasserstoff und die entsprechenden Salze, die Formiate.Bei hohen Temperaturen zerfällt sie in Gegenwart eines Katalysators zu Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff. Ameisensäure ist in vielen tierischen und pflanzlichen Organismen als Giftsekret enthalten (Natriumformiate bei Brennnesseln und Ameisensäure bei Ameisen)
Kurzzeitbehandlungen mit dem Schwammtuch
Nach
der letzten Schleuderung, bei Außentemperaturen über 12 °C. abends anwenden.
(bei Regen, hoher Luftfeuchte nicht behandeln) Behandlung von Oben.
Bei
starkem Befall (Milbenkontrolle) sollte eine Behandlung Ende Sep./Anfang Oktober
durchgeführt werden.
Warnhinweise
Ameisensäure ist ätzend!
Bei der Vorbereitung und der Behandlung säurefeste Handschuhe, Schutzbrille, und Atemschutzmaske tragen! Säurespritzer sofort mit Wasser ab- und auswaschen. Behältnisse beschriften.
Apiguard
Apiguard ist ein speziell entwickeltes und patentiertes, langsam wirkendes Gel
mit dem Wirkstoff Thymol.
Das Gel funktioniert wie ein Schwamm, bei dem die Größe der Maschen je nach
Temperatur variiert. Bei steigenden Temperaturen erhöht sich die Flüchtigkeit
des Thymols, während sich die Maschen des Gels verkleinern. So wird die Freigabe
des Thymols reguliert.
http://www.submedvet.de/Bienen_frm.htm
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Zur Varroabekämpfung zugelassene Wirkstoffe |
| Pyretroide |
| Flumethrin Bayvarol® apothekenpflichtig |
| Organophosphate |
| Coumaphos Perizin® apothekenpflichtig |
| Organische Säuren |
| Ameisensäure 60% Standardzulassung freiverkäuflich |
| Milchsäure 15% Standardzulassung freiverkäuflich |
| Oxalsäure 3,5% Standardzulassung apothekenpflichtig |
| Ätherische Öle |
| Thymol Apiguard®, Thymovar®,apothekenpflichtig |
| Apilife var® apothekenpflichtig |