Die in Europa
seit der Eiszeit heimische Biene
Die in Europa seit der Eiszeit vor 10.000 Jahren heimische Biene ist die „Dunkle Biene“
Apis mellifera, mellifera, (drei Typen: Heidebiene, lehzeni; Deutsche Braune Biene, mellifera; Die Schwarze Biene, nigra (in Deutschland von Nord nach Süd). Vor den Eiszeiten gab es viele verschiedene Bienenrassen in Europa. Nach der Eiszeit besiedelte sie ihr natürliches, heutiges Verbreitungsgebiet von den Pyrenäen im Westen bis zum Ural im Osten, bis nach Norwegen und Finnland .
Kennzeichen:
Die Dunklen Bienen sind groß, breit mit auffällig rundem
Hinterleib, schmalen Filzbinden und langen Überhaaren, von anderen Bienen der
Apis mellifera (Westlichen Honigbienen) leicht zu unterscheidende Biene.
Eigenschaften:
Große Winterhärte, erhöhte Verteidigungsbereitschaft gegenüber Eindringlingen (starkes Vorlagern), Winterbrutpause und Brutpausen bei Trachtmangel (varroaschädlich), starker und artenreichster Pollensammeltrieb (einheimisch, angepasst), hohe Langlebigkeit (hoher Anteil an „Winterbienen“ im Sommer), ausgeprägte Flugkraft (5 km und mehr mit Eintrag), haushälterischer Umgang mit Futtervorräten (Hüngler), schnelles Anpassen der Volksstärke an das Trachtangebot (schwarmträge).
Besonderheiten:
Bienen aus der Korbimkerei-Tradition neigen bei „Störung“ ihren Vorrat und Brut zu
verlassen. Beim Abtrommeln in der
Heideimkerei ein ideales Verhalten. Aus der Zeidler- und Klotzbeuten-Tradition
zeigen die Bienen ein ruhiges und wabenstetes Verhalten. Die reinrassigen Bienen können ohne
Stichschutz auch im Magazin gehalten werden. Das Vorurteil der Stechlust bekam
die Mellifera durch Einkreuzungen
Die Verdrängung der Dunklen Biene in Deutschland begann vor 150 Jahren durch Einführung anderer Bienenrassen (Ligustica, später Carnica). Man spricht von Verdrängungszucht, dadurch wurde diese Biene nahezu ausgerottet und hört nun zu den bedrohten Tierarten.
Es ist äußerst wichtig
die “Dunkle Biene“ zu erhalten bzw. das Genmaterial.
Die heutige widernatürliche Züchtung, Inzucht, Geschwisterpaarung, künstliche Besamung usw. birgt die große Gefahr von Inzuchtschäden, einer Genverarmung und Anfälligkeit der Bienen gegen Krankheiten und Schädlingen.
Bild aus
www.nordbiene.deE