
Rene - Antoine Seigneur de
Reaumur 1683 - 1757

Der
französische Naturforscher war einer der vielseitigsten Gelehrten Frankreichs.
Führte die „Reaumur Skala“ für Thermometer (neben der Celsius-Skala) ein. (0°
gefrierendes Wasser 80° kochendes Wasser; Gradteilung). Reaumur verfasste ein
zwölfbändiges Werk über die Insekten.
Schuf sich
gläserne Bienen-Beobachtungsstöcke und erkannte, daß die Königin nicht
Regentin, sondern Mutter des Bienenvolkes ist. (Réaumurs
"Physikalisch-ökonomische Geschichte der Bienen" erschien 1759 in
deutscher Übersetzung).
Anton Janscha (1734 -1773) (geb. in
Slovenien)

War Leiter der von Maria
Theresia gegründeten Schule zur Förderung der Bienenzucht in Wien.
Stellte als erster fest
das die Bienenkönigin mit mehreren Drohnen in der Luft begattet wird, erwähnte
das Begattungszeichen der Königin und zeigt wie man junge Weisel nachziehen
kann. Beobachtete dass der erste Schwarm (Vorschwarm) von der alten Königin
geführt wird. 1775 Ausgabe seines Buches „Vollständige Lehre von der
Bienenzucht“.
Schirach Gottlob Adam (1724 -1773) (geb. in Löba, Oberlausitz)
Im Jahre1761 entdeckt Pfarrer Schirach aus Kleinbauzen in
Schlesien, dass die Bienen aus einem Stück Brutwabe eine neue Königin ziehen.
Dadurch kann man mit einer Brutwabe einen Ableger (ein kleines Volk) bilden.
Die Imker wollten ihm das damals nicht glauben und so ist dieses heute noch
verwendete Verfahren als SCHIRACHSCHER BETRUG in die Literatur eingegangen.
Francois Huber (1750 -1832)

Der mit 15 Jahren erblindete Schweizer zählt zu
den Pionieren der Bienenforschung. Er findet heraus dass die Bienen Wachs
ausschwitzen, und erkennt das Prinzip der Mehrfachpaarung. Das alles mit Hilfe
seines Dieners und seiner Ehefrau von denen er sich die Beobachtungen
beschreiben lässt. Er konstruiert eine spezielle Beute (Bücherstock,
Hubers-Rahmenbude) mit der er als Blinder imkert.
Christian Konrad Sprengel (1750 -1816)
Rektor in Spandau, entdeckt die Blütenbefruchtung durch
Bienen (Blütenbiologie) und übergibt
sein Buch 1793 "Das entdeckte Geheimnis der Natur im Bau und in der
Befruchtung der Blumen" der deutschen Öffentlichkeit. Betonte 1811 in
einer Schrift die Nützlichkeit der Bienen und die Notwendigkeit der
Bienenzucht.
Franzose Abbe Collin (1799 -1879)
Soll 1865 auf die Idee eines Absperrgitters gekommen sein.
Der Ukrainer Prokopowitsch (1775 -1850)
Er führt eine Imkerschule, arbeitet als erster mit
Absperrgitter und Pfund- Rähmchen und ist der erste geschichtlich bekannte
Mobil-Großimker.
Langstroth Lorenzo Lorraine (1810 -1895)

Amerikaner, Pastor "Erfinder" des
Magazins mit einem Rähmchenmaß von 44,8 x 23,2 cm; Entdecker des
"Bienenabstands" (bee-space), des natürlichen Abstandes zwischen den
Waben und der Beutenwand (8 mm ± 2 mm); Hält man ihn ein, kommt es zu sehr
geringen bzw. gar keinen Verbauungen Er erfand den Beweglichkammbienenstock.
Pfarrer Dr. Dzierzon Johann (1811-1906)

Geboren in Oberschlesien, Lowkowitz. Stellte
fest, daß jede Königin ohne vorgängige Begattung Eier legen kann, aus denen
sich Drohnen entwickeln (Parthenogenesis, jungfräuliche Zeugung), und erst
durch eine stattgefundene Begattung die Fähigkeit erlange, die Eier beim
Durchgang durch den Legkanal in weibliche umzuwandeln. Machte den Bienenstock
durch die bewegliche Wabe mobil.
Gustav Dathe (1813 -1880)
Geboren in Königshofen bei Eisenach. Als er wegen eines
Halsleidens nicht mehr als Lehrer tätig sein konnte, wandte er sich der Imkerei
zu. Er entwickelte den Berlepsch-Ständer weiter zum Dathe-Stock, mit dem
Dathe-Rähmchen der bald große Beachtung fand. 1880 wurde das Dathe-Rähmchen mit
den Maßen 36 Zentimeter hoch und 22,2 Zentimeter breit als Normalmaß
angenommen. Weitere Erfindungen von Dathe sind seine Schneideform, die
Wabenzange, die Dathepfeife. Schriftstück Dathes "Anleitung zum
Italisieren" und das "Lehrbuch der Bienenzucht".
August Freiherr v. Berlepsch (1815 -1877)

Eine
der großen Imkerpersönlichkeiten war Freiherr von Berlepsch aus Seebach bei
Langensalza. Als Erfinder des Wabenrähmchens, Mitarbeiter der "Nördlinger
Bienenzeitung" gehörte er zu den markantesten Imkern der Welt. Karl Koch
Lankwitz faßte die Bedeutung von Berlepsch in treffende Worte: "Dr.
Dzierzon ist der Urheber, Berlepsch der praktische Gestalter unserer modernen
Bienenzucht!" Denn der schlesische Dr. Dzierzon hat es in erster Linie von
Berlepsch zu verdanken, daß seine neue Lehre von der Mobilimkerei in die
Imkerwelt des In- und Auslandes voll anerkannt wurde. Der davon restlos
überzeugte Berlepsch wies die Imker mit seiner 1852 veröffentlichten
Beschreibung der Betriebsweise mit beweglichen Waben in eine imkerliche Neuzeit.
JOHANNES MEHRING (1816 -1878)

Im Jahre 1858 präsentierte der Schreinermeister
und Bienenzüchter aus der Pfalz auf der Stuttgarter Wanderversammlung der
staunenden Imkerwelt die ersten ausgebauten Kunstwaben! Die erste Prägung soll
er in Holz geschnitzt haben.
Charles Dadant (1817-1902)

Berühmter amerikanischer
Bienenforscher, Hamilton, USA. Er entwickelte das Dadant-Magazin mit den
Rähmchenmaß 45 x 27 cm.
Francesco De Hruschka (1819 -1888)

Franz Edler von Hruschka gilt als der Erfinder
der Honigschleuder. Man findet nicht viel über Hruschka in den modernen
Bienenbüchern, normalerweise nur eine einfachen Aussage wie „ der Grundregel,
daß Honig von einem Kamm (Wabe) mit zentrifugalen Kräften entfernt werden
könnte. Entdeckt von Hauptf. Hruschka von Italien 1865.“ Charless Dadants ließ
sobald er von dieser Entdeckung hörte,
eine Maschine bauen….
Friedrich-August Hannemann (1819 -1912)
Beschrieb 1877 ein Bienensieb aus 2mm starken Messingstäben.
Bewirtschaftete bis 400 Bienenvölker. Wanderte 1853 mit 2 Bienenvölkern nach Brasilien aus.
Sebastian Kneipp
1821* in
Stephansried; +1897 in Wörishofen)

War ein bayerischer Priester und Hydrotherapeut.
Er ist der Namensgeber der Kneipp-Medizin und der Wasserkur.
Er wird als "Der Schwäbische Bienenvater"
bezeichnet. Hunderte von Bienenhaltern gingen zu Pfarrer Kneipp den weiten Weg nach
Wörishofen. Dieser tüchtige Imker befaßte sich mit der Züchtung der Rassen.
Er schrieb ein Bienenbüchlein, 1874
(Teil 1) +
(Teil 2) jeweils als pdf-Datei.
Gregor Johann Mendel (1822 -1884)

22. Juli 1822 in Heinzendorf (Mähren;
Österreich) † 6. Januar 1884 in Brünn (Österreich) Ein Augustinerpater
begründet die statistische Genetik Dank der Erbsenkreuzung ist er als Begründer
der Genetik bekannt. Er versuchte auch Bienen zu kreuzen. Er war ein
leidenschaftlicher Imker und ließ im Garten der Abtei ein Bienenhaus mit
fünfzehn Stöcken errichten. Die Mendelschen Regeln gelten auch bei der Züchtung
der Honigbiene.
Uhrmacher Wilh. Wankler (1855 - 1929)

1881 Der Uhrmacher
Wilh. Wankler aus Wiernsheim (Württemberg) gibt zum erstenmal seine Verfahren
und Geräte zur künstlichen Weiselzucht bekannt (worauf unsere ganze heutige
Zucht beruht).
Pfarrer Dr. phil. h. c. Ferdinand
Gerstung (1860 -1925)

Gerstung wurde am 6. März 1860 in Vacha an der
Werra geboren. Ab 1883 wurde er für zwei Jahre als junger Pfarrvikar in Ifta
bei Eisenach angestellt. Im Jahre 1886 siedelte Gerstung nach Oßmannstedt bei
Weimar über, wo er sich von W. Günther in Gispersleben einen 32-fächrigen
Berlepsch-Stapel bauen ließ. Diesen stattete er zur Verwunderung von Günther,
der für Halbrähmchen schwärmte, mit Ganzrähmchen aus. Nach 1945 wurde das
verkürzte Gerstungmaß eingeführt. An einem Wespennest entdeckte Gerstung das
Grundgesetz der Brut- und Volksentwicklung des Biens, so nannte Gerstung die
Gemeinschaft des Bienenvolkes. Er erkannte, daß diese Organisationsform durch
die Informationsarten wie die Tanz-Sprache oder die Duft-Sprache möglich wird.
Er entdeckte die Futtersaftdrüsen. Außerdem entwickelte er seine Gerstung-Beute.
Karl von
Frisch

Der Österreicher Karl von Frisch (* 20.
November 1886 in Wien; † 12. Juni 1982 in München) war lange Zeit Professor für
Zoologie in München. Im Zentrum seines Schaffens stand die Erforschung der
Sinneswahrnehmungen der Honigbiene und der Art und Weise der Verständigung
dieser Tiere untereinander. Für seine Leistungen wurde er 1973 gemeinsam mit
Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen mit dem Nobelpreis für Physiologie oder
Medizin geehrt. Mit der Auszeichnung wurden "ihre Entdeckungen zur
Organisation und Auslösung von individuellen und sozialen
Verhaltensmustern" gewürdigt.
Freudenstein Heinrich (1863 -1935)auch
Zuckerpapst genannt
geb. in Maden gest. in Merbach. Berufsimker und Lehrer.
Propagierte die Einfütterung der Bienenvölker mit Zucker. Das Völkersterben
durch die Ruhr durch den in den Völkern belassenen Honig als Wintervorrat
(bes. Waldhonig) ging daraufhin zurück. Baute einen Breitwabenstock (Freudensteinmaß
33,8x20cm) Werk: „Das Leben der Bienen, „Lehrbuch der Bienenzucht“.
Prof. August Ludwig (1867-1951)
Prof. Ludwig war ein Amtsbruder, Freund und Schüler
Gerstungs und als "Thüringens Bienenprofessor" in ganz Deutschland
bekannt. Er wurde am 9. Juli 1867 in Hochdorf bei Blankenhain geboren. Als
junger Pfarrer bei Weimar begann er seine Tätigkeit 1916 durfte Ludwig im
Grießbach'schen Garten in Jena einen Universitäts-Lehrbienenstand mit 40 bis 50
Völkern einrichten. Dort erhielt er 30 Jahre lang, für Studierende Vorlesungen
über Bienenkunde. Hinzu kamen seine alljährlichen Pfingst- und Sommerlehrgänge,
in denen er oft bis zu 300 Imker als allen Teilen Deutschlands
unterrichtete.1925 übernahm er, nach Gerstungs Tod, die Schriftleitung der
"Deutschen Bienenzucht in Theorie und Praxis". Ludwig starb im Alter
von 84 Jahren in Jena.
Prof. Zander Enoch (1873 -1957)

Entdecker des Nosema-Erregers 1909, entwickelte
die Zanderbeute mit den Zandermaß 42x22 cm. Schuf das Zander-Rähmchenmaß.
Leiter der Bayrischen Landesanstalt für Bienenkunde. Entwickelte die
Zanderbeute 42x22 cm.
Prof. Ludwig
Armbruster (*1886 in Markdorf; † 4. Juni 1973 in Lindau-Bodensee)

Deutscher
Zoologe. Er gilt als einer der herausragenden Bienenkundler des 20.
Jahrhunderts, dessen Arbeit bis heute Anerkennung findet. Die Ergebnisse seiner
Forschungen veröffentlichte er in seinem, bis heute sehr anerkannten und
weltweit ersten Standardwerk der „Bienenzüchtungskunde"
Kehrle,
Bruder Adam (1889 -1996)

geb. Mittelbiberach; Würtenberg,
weltberühmter Bienenzüchter; lebte und wirkte in Buckfast-Abbey; schuf die
Buckfast-Biene. Ursprung der Buckfastbiene ist eine Kreuzung von vor 1920
zwischen der dunklen, lederbraunen Ligustica und der einstigen englischen Form
der Mellifera. Karl Kehrle, oder besser Bruder ADAM (als Mönch ist er unter
einem Vornamen bekannt), ist vielleicht der weltbeste, sicherlich jedoch der
bekannteste Imker; und auch ein Wissenschaftler: er ist ein Genetiker, der das
Verhalten, ja sogar das Wesen der Honigbiene verändert hat.
Prof. Dr. Dr. Ruttner Friedrich (1914 in Eger 1998 in Lunz)

Wissenschaftler, prägte die Entwicklung der
Bienenzucht nachhaltig. Baute mit seinem Bruder Hans in Lunz, eine Zuchtstation
für Carnica auf. Umfangreiche Arbeiten über Genetik, Zucht, Taxonomie, künstliche
Besamung, Paarungsverhalten und Biogeografie, Forschung über die Varroose sowie
zahlreiche Veröffentlichungen. (Naturgeschichte der Honigbiene)
Nachweis der Mehrfachpaarung der Bienenkönigin; Vulkano-Versuch 1953.
Prof. Dr.
Lindauer (1918-2008 )

Schüler und Assistent von Prof. Dr. Karl von
Frisch, Zoologe und Verhaltensforscher Lehrstühle an der Uni Frankfurt und
München. Machte Entdeckungen zu den Verständigungsmethoden bei der
Nahrungssuche der Bienen. Zur Arbeitsteilung unter den Individuen im
Bienenstaat, zur Fähigkeit der Bienen, das erdmagnetische Feld wahrzunehmen.
Untersuchungen zum Formensehen der Bienen sowie zum Lernen und Gedächtnis der
Bienen, und zur Temperaturregulierung im Bienenstock. Hauptwerk :„Communication
Among Sozial Bees“