Mitbewohner im Bienenstock

Bücherskorpion (Chelifer cancroides L.)

Der kleine Bücherskorpion ist ein nützlicher Mitbewohner im Bienenstock. Er gehört zu den Spinnentieren 6mm groß. Die Kieferfüße sind mit mächtigen Scheren ausgestattet. Mit den Scheren ergreift er seine Beute. Mit der Spitze des Scherenfingers wird etwas Gift injiziert, dann ein Loch in die Körperwand gebissen eine Verdauungsflüssigkeit in die Beute gepumpt und ausgesaugt. Seine Beute sind Wachsmottenlarven, Bienenläuse, Pollenmilben…

Bücherlaus / Staublaus

Die Staublaus wird zwischen 1,2 mm bis zu 2,3 mm groß. Sie ist meist hell gefärbt und hat lange und dünne Antennen. Sie bevorzugt einen Lebensraum mit hoher Luftfeuchtigkeit. Ihre Ei- und Larvenbildung ist sowohl von der Temperatur, als auch von der Luftfeuchtigkeit abhängig. Das Weibchen kann im Laufe seines Lebens bis zu 110 Eier legen. Da Staubläuse eine Lebensdauer von etwa 12 Wochen haben, entstehen mindestens 6 – 8 Generationen pro Jahr. Sie ernähren sich in Bienenvölkern von Pollenkörnern, Sporen von Moosen, winzigen Pflanzenstückchen. Sind im Bienenvolk harmlos.

Gemeiner Speckkäfer (Dermestes lardarius)

Speckkäfer sind häufig in vernachlässigten Bienenwohnungen zu finden. Der Käfer 1cm lang, Körper schwarz mit grauen Querbinden mit dunklen Punkten; Larven haben büschelförmig angeordnete Borsten.

Ohrwürmer (Forficula auricularia L.)

Es gibt 4 Arten von Ohrwürmern in Deutschland. Ohrwürmer sind zum größten Teil Allesfresser. Sie fressen sowohl tote als auch lebende Pflanzenteile. Sie ernähren sich auch von Kadavern und kleineren Insekten und Spinnentiere. Oft sind sie auf den Windeln/Schiebern zu finden die zur Varroakontrolle eingelegt werden. und beseitigen abgefallene V-Milben. Ohrwürmern können fliegen, ihre Flügel sind groß und dünn. Nach dem Landen werden mit Hilfe der Schwanzgabel die großen Flügel unter die Deckflügel zusammen gefaltet. Das Weibchen pflegt die Eier, wäscht sie und hält sie sauber. Wenn sich Feinde den Jungen nähern, droht sie mit hochgebogener Gabel.

Springschwanz

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist spring.jpg


Größe 0,3 – 8 mm; haben 4 – 8 einfache Augen pro Seite; besitzen Antennen aus 4 – 6 Gliedern; haben meist einen behaarten oder beschuppten Körper bestehend aus 6 Segmenten; ernähren sich meist von pflanzlicher Nahrung oder von verwesenden Pflanzen. Die Sprunggabel am Hinterleib ist im Ruhezustand  unter den Körper geklappt; bei Störungen wird die Sprunggabel nach hinten geschlagen; dadurch schnellt der Springschwanz einige Zentimeter in die Höhe und dreht sich saltoartig.

Silberfischchen (Lepismar saccharina L.)

Den Namen hat es von dem mit silbergrauen besetzten Körper und seinen schnellen Bewegungen. Wärme liebenden Fischchenart. Zygentoma heißt diese Ordnung der Insekten, die seit ca.300 Millionen Jahren existiert. Die flachen, flügellosen Insekten haben lange Antennen, kleine Komplexaugen und sind meist dicht beschuppt, was den erwachsenen Tieren ihren glänzendes Aussehen verleiht. Sie können bis fünf Jahre alt werden. Die Weibchen legen 50 bis 150 leicht bräunlich gefärbte Eier. Die Tierchen gehen bei Dämmerung zur Nahrungssuche aus ihren Verstecken. In Bienenwohnungen werden sie durch den Honig (Zuckergast) angelockt, verzehren aber auch Abfallstoffe. Sie sind aber auch Anzeichen für Feuchtigkeit in Bienenstöcken (optimale Lebensbedingungen für die Tierchen 20 bis 30 °C und 80 bis 90 % relativer Luftfeuchte).

Kellerassel (Porcellio scaber)

Kellerassel

Aussehen; Schiefergrau bis gelbgrau gefärbt, platte Krebstiere. Erwachsen etwa 16-18 mm lang. Leben von pflanzlichen Vorräten. Die Kellerassel besitzt, Pseudotracheen, mit denen sie Sauerstoff aus der Luft aufnimmt. Diese liegen unter den Außenästen der Hinterleibfüße. Bei Gefahren stellt sie sich tot (Schreckstarre). Die bis 90 Eier und die Larven werden in einer flüssigkeitsgefüllten Blase an der Bauchseite vom Weibchen bis 50 Tage getragen. Nach 14 Häutungen sind dieTiere geschlechtsreif, nach drei Monaten sind sie ausgewachsen. Lebenserwartung zwei Jahren.

Bienenlaus

Die Bienenlaus gehört zu den Fliegen (Dipteren), obwohl sie keine Flügel hat. Sie erreichen eine Körpergröße von 1 bis 1,5 mm. Die Mundwerkzeuge der Bienenlaus hingegen sind sehr kurz und ausschließlich saugend, wie dies für Fliegen üblich ist. Schadbild: Bienenläuse nehmen nur flüssige Nahrung auf. Sie schmarotzen während des sozialen Fütterns. Da die Bienenläuse die Bienen nicht anstechen, können sie die Hämolymphe nicht infizieren. Sie übertragen keine Krankheiten. Die Bienenlaus ist der einzige Parasit unserer Honigbienen, der die Königin als Wirt favorisiert. Bei sehr starkem Befall wird die Legeleistung der Königin beeinflusst. Übertragung / Verbreitung: Die Fortpflanzungszeit der Bienenläuse liegt im Sommer. Die Eier werden im Innern von Honigzellen an die Innenseite des Wachsdeckels abgelegt. Die Larven fressen sich Gänge durch die Wabenwände. Sie ernähren sich von Pollen und Honig. Sie fliegen im Schwarm als blinde Passagiere der Königin mit. Die junge Königin wird durch schlüpfende Läuse besiedelt. Behandeln: Bei starkem Befall sollten die Wachsdeckel der Honigzellen entfernt werden, sodass die Arbeiterinnen die Larven der Bienenlaus entfernen können.

Kräuterdieb

Ein gleiches kann man auch von dem nur 4 mm großen rotbraunen, mit zahlreichen auf den Flügeldecken längs verlaufenden Punktreihen versehenen Kräuterdieb (Ptinus fur L.) sagen, der ebenso wie seine Larve vor allem von Getreide, Sämereien und den verschiedensten menschlichen Nahrungsmitteln lebt, aber auch Leder, Wolle, Filz vertilgen kann. Larve und Käfer werden gelegentlich auch im Bienenvolk gefunden, wo sie sich nicht nur am Pollen, sondern auch an dem Wachs der Waben ernähren.

Messinkäfer Ptinus- Diebskäfern

Auf die Pollenvorräte im Bienenvolk hat es auch ein Verwandter des Kräuterdiebs, der etwa gleich große, schwarzbraune mit vier unregelmäßigen Flecken auf den Flügeln, abgesehen. In verlassenen nicht gesäuberten Bienenstöcken ist nicht selten der ebenfalls zu den Ptiniden (Diebskäfern) gehörende Messingkäfer (Niptus hololeucus) anzutreffen.

Raubmilben

Raubmilben: Die Raubmilben sind flinke und meist weniger als 1 mm grosse Spinnentiere. Im Unterschied zu den Spinnen ist ihr Körper einteilig mit länglicher, eiförmiger oder kugeliger Form. Die erwachsenen Tiere haben 4 Beinpaare und sind von fast durchsichtig über gelb und rot bis braunrot gefärbt. Die Raubmilben der obigen Familien sind z.B. spezialisiert auf Thripse, Blattläuse  und Spinnmilben. Es werden die Eier, Larven und erwachsenen Tiere dieser Schädlinge ausgesaugt. Im Handel gibt es verschiedene Raubmilben die je nach Schädlingsbefall eingesetzt werden können. Die auf den Fotos abgebildeten Raubmilben sind manchmal auf den Schiebern zu sehen oder laufen über die Beuten.

Waldameisen